Mittwoch, 2. Februar 2011

Things to Remember: Still Counting

Mein Baby. Besser gesagt, der erste Band meines Babys ... der Auftakt des Dramas ... die Geschichte, wie alles nur noch schlimmer wird.
Seit gestern steht sie auf ff.de online:

http://www.fanfiktion.de/s/4d48888d000063b40c90138a

Gleichzeitig meine Umsetzung der 120er - Liste, für jedes Kapitel ein Schlagwort. Hier verarbeitet wurden 20 der Schlagwörter, heißt, ich hab noch einiges zu tun. Durch diverse vorherige Ankündigungen haben manch Bekannte schon davon gehört, auch diverse Blogeinträge hier ... und ich hoffe, mancherorts vielleicht aufgebaute Erwartungen nicht zu enttäuschen, hoffe ich wirklich. Vielleicht ist sie ja doch Müll. Vielleicht total unverständlich und unlogisch aufgebaut, viel zu viel Gefühlsduselei ... aber das werden wir ja dann sehen. Dankbar für jegliche konstruktive Kritik - dies ist sozusagen das Fundament, diese Geschichte, für alle anderen.

Sie hat irgendwie schon immer in meinem Kopf existiert. Als kleines Kind spielte ich sie, in veränderten Zügen und anderen, aber ähnlichen Figuren, noch mit Barbiepuppen nach ... damals hieß Aica noch Naira und war eine Elfe, Serafins Zwillingsbruder hieß Cerch, Thorom Logrid hieß Kira - doch in ihrem Grundzügen waren sie alle dieselben. Sun gab es, nur war er damals ein Vampir, Serafin war schon immer da, schon immer. Sein Name auch. Ich kann mich nicht an einen Zeitpunkt erinnern, an dem ich diesen Namen noch nicht wusste ... er reicht zurück mein ganzes Leben. Serafin der Schwertmeister. Er war schon immer da.

Es gab nie einen Zeitpunkt, an dem ich die Tür zu dieser Welt geschlossen habe. SIe ist immer offen.

Freitag, 7. Januar 2011



Bin grad ein wenig in SM-Stimmung (Saltatio Mortis! Nicht dass hier alle noch sonstwas denken ... unglückliche Abkürzung) - und dachte mir halt, ich geb ein bisschen an.

Hach, war das Konzert schön (Wacköön, ich komme!). Vor allem, als mein Kumpel mit einem von der Band Foto machte und Tambour von hinten kam und zu ihnen meinte: "Schwul, oder was? =D"

Ach, ja - ich seh aus wie immer nach Konzerten. Geschafft und glücklich =D

Mittwoch, 5. Januar 2011

Aicas Tagebuch, letzter Eintrag:

Habe manchmal einen Traum. Kein edler, guter Traum, niemand wird gerettet. Kommen nicht einmal alle drin vor. Ist eigentlich peinlich. Langweilig. Trotzdem. Wache manchmal auf, und Tränen auf meinem Gesicht.

Kein Chaos in diesem Traum. Kein Krieg, keine Hexenmeister, keine Zauberer, keine Eloai, nur Menschen, in dieser Welt. Lebe mit den Eltern, mit Jakob und Esme, und großem Bruder Kaspar. Keine magischen Kräfte, niemand von uns. Wache auf im Traum, und Realität erscheint wie Traum. Bin zuhause. Sonnenlicht im Raum. Duftende Bettwäsche. Marktschreier draußen. Menschen. Geruch nach gebratenen Bohnen und heißer Milch und frischem Brot. Nirgendwo Waffen im Raum. Ein sauberes, gemütliches Bett. Stehe auf, beginne zu begreifen, dass alles nur geträumt. Sehe mich um im Zimmer, bin erleichtert, so erleichtert, weine fast. Keine Zauberkräfte. Nirgendwo. Frieden überall. Geruch aus der Küche. Ein Ruf, von Kaspar, ungeduldig. Gehe zu ihnen in die große, geräumige Küche, vollgestellt mit Kräutertöpfen Esmes. Steht am Herd, lächelt verlegen, weil Bohnen schon wieder angebrannt. Kaspar deckt den Tisch, streicht grinsend über die roten Haare. Jakob kommt rein, lächelt, hebt mich hoch. Alle glücklich. Keine Zauberkräfte. Keine Hexenmeister.

Kein Chaos.

Wache auf, und muss weinen.


Beginn und Ende von "Things to Rememeber" - on gestellt, weil mir gerade danach war =P

Samstag, 11. Dezember 2010

Worum geht's denn?

Wenn ich mit Bekannten erzähle oder mit Leuten, die ich vor gar nicht allzu langer Zeit kennen gelernt, die aber erstaunlich viel meiner Zeit mit mir teilen, wenn wir da ins Plaudern kommen, dann erzähle ich auch davon, dass ich Geschichten schreibe. Viele reagieren neugierig darauf.

"Was denn?", fragte mich einmal eine Praktikantin in einem Betrieb, wo auch ich nur für ein Praktikum war.

"Fantasy.", antwortete ich. "Und da ganz besonders an einem Fantasyroman, an dem ich schon sehr lange schreibe, und sehr gerne."

"Aha.", sagte sie. "Und worum geht's da?"

Diese Frage stellt man mir oft. Auch Verwandte, die das spitz kriegen (meine Mutter nicht, da sie sowieso nichts mit Fantasy und mit meiner Fantasie erst recht nicht anfangen kann). Manche stellen diese Frage aus Höflichkeit. Manche fragen mit echtem Interesse. Manche kennen den Rest meiner Schreibseleien von ff.de und mögen sie auch.

Ich könnte sagen: "Es geht darum, dass das Gleichgewicht der Welt durch einen Krieg der Zauberer durcheinander gerät. Eine Zauberin mit besonderen Kräften will dann die Naturkraft, die in dieser Welt beinahe als Gott gilt, 'Ordnung' in einen Körper rufen und ihr ein Bewusstsein verleien und somit das Gleichgewicht wieder herstellen, dass sich im Moment zugunsten des Chaos neigt. Das Ganze geht schief, statt 'Ordnung' entsteht 'Chaos'."

Manchen erzähle ich das so, und während ich das erzähle, merke ich, dass das so gar nicht spannend und interessant klingt. Trotzdem fragen manche nach.

Denjenigen, die nur aus Höflichkeit fragen, sage ich, dass es um einen Krieg der Zauberer geht. Stimmt nur eigentlich nicht, denn um die Zauberer geht es ja nicht.

"Worum geht's denn da?"

Ganz ehrlich?

Keine Ahnung.

Sonntag, 28. November 2010

"Geboren, um zu leben"

Ich will in diesem Leben die Welt entdecken, viele, viele Bücher lesen, und wissen, woraus sie entstand. Die Physik ist es, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen will. Ich will nach Leipzig gehen, vielleicht ein Jahr nach London/Oxford, und ich will die Sonne immer neu aufgehen sehen, und immer wieder den Schnee fallen sehen und leben, will erkennen und beobachten, wie diese Welt in dreißig, vierzig Jahren aussieht, neue Menschen kennen lernen.

Ich will für Anna eine gute Freundin werden, unabhängig von meiner Schwester, und mir Claudis Vertrauen erarbeiten, will immer mit Fabian zusammen weitergehen, wie wir es seit der Grundschule tun. Ich will Manu dieses Jahr wieder selbstgemachte Kekse schenken, so wie letztes Jahr, und dieses Jahr ein wenig höflicher - denn letztes Jahr bekam ich kein Wort raus, und dann will ich ihn anrufen und selbst fragen, ob sie ihm gechmeckt haben. Ich will mich mit ihm unterhalten, ihn über seine Hobbys, seinen Musikgeschmack ausfragen, in was für einer Band er ist, ob er gerne liest, was er mag, was er nicht mag.

Ich will, wenn ich eines Tages sterbe, wissen wollen, dass ich alles getan habe, was ich wollte und konnte.

Dienstag, 16. November 2010

Ich bin ein Gummibärchen, und die Welt ein Marshmallow

Mein Schwarm, Manu genannt, ist jemand, den ich sehr, sehr selten sehe, und der mit meinem besten Kumpel mehr Kontakt hat als zu mir. Mein Kumpel hat mir seine Handynummer gegeben, und Manu weiß nicht einmal, dass ich diese Nummer habe. Wusste.

Am 29. Dezember ist in Hamburg Van Canto-Konzert, Freundin des Kumpels, andere gemeinsame Bekannte von Manu, mir und Kumpel, Kumpel selbst und ich fahren hin und mein Vater fährt uns. Weil ich Manu wieder sehen will, habe ich meinem Kumpel vorgeschlagen, er könne ihn doch fragen, ob er mitkommt. Und was sagte mein Kumpel: „Ruf du ihn doch an.“
Und was habe ich getan? Ihm versprochen, dass ich Manu anrufen würde, wenn mein Vater zusagt, uns zu fahren.
Und ich habe es getan, verdammte Scheiße, ich habe Manu angerufen, und ich habe mit ihm telefoniert! Ich hab’s echt getan!
Ich hab ihn angerufen und Manu ging ran und dachte erst nach und sagte dann: „AH, ja, DIE Svenja! Hi!“
Und ich hab bestätigt und bin auch gleich zur Sache gekommen und sagte erst einmal, wer noch alles mitkommt, und Manu fragte auch gleich, wann denn, und als ich ihm das sagte, da hat er zwar gleich abgelehnt, aber egal, er hat trotzdem mit mir geredet!
„Ist aber lieb von dir, dass du daran denkst.“, hat er gesagt, oh mein Gott, „Lieb!“!!!! Wooho, ich bin ein Gummibärchen, ich bin ein Gummibärchen, und er sagte, „Dann ist das hier ja deine Handynummer, richtig? Dann kann ich die ja gleich abspeichern, dann hab ich die auch.“ YIPPIYAYEAH, SCHWEINEBACKE!
Und fragte, wie es denn sonst so gehe hier bei uns, und ich erzählte, dass aus unserer Orchestergruppe, deren Schlagzeuger er ist (aber mit einer andere Gruppe probt, da er recht weit weg wohnt) ja jetzt viele gegangen sind und naja, Weihnachtsproben halt, und Manu sagte: „Ja, alle Jahre wieder, ne?“ (Oh, Manu!). Und wir würden uns ja dann allerspätestens (ja, allerspätestens, das heißt, vielleicht auch vorher!!!) zu den Weihnachtskonzerten sehen!
LIEB!
MANU!

Mittwoch, 10. November 2010

The Time he Died

Ich bin mit "Remember" beim NaNoWriMo eingestiegen, und bisher ... macht es mir regelrecht Angst, Szenen zu schreiben, die schon seit Jahren geplant sind und immer nur in meinem Kopf existierten. Gleichzeitig sehe ich, wie sehr ich diese Geschichte liebe ... wie viel Herzblut ich in sie hineinstecke, bei jedem Wort, bei jedem Lied, das ich höre, an diese Leute darin denken muss, und bei den besonders schönen Liedern fast weine. So sehr liebe ich diese Geschichte - so sehr liebe ich es, an ihr herumzuformen, an ihr zu basteln, ihre Handlung weiter und weiter voranzutreiben und zu fühlen, was die Charaktere fühlen. So sollte das Schreiben immer sein.
Und deshalb hier eine Szene, die erst am Ende vorkommen wird. Ich sage nicht, wer stirbt, denn diese Geschichte wird ganz bestimmt eines Tages auf fanfiktion.de stehen, und dann will ich nicht, dass jemand weiß, wer sterben wird. Doch in diesem Auszug hier unten stirbt jemand. Und ich weiß nicht mehr, ob ich es schaffen werde, diesen Jemand wirklich endgültig sterben zu lassen.

Ein Bild fällt zu Boden, auf dem lachende Gesichter zu sehen sind. Zögernd schaut ein anderes über die Kante, langsam, zögerlich bewegt es sich nach unten, hier ein bisschen rutschend, dort die Ecke etwas weggepustet vom sanften Wind. Es segelt hinunter, das Bild verzerrt sich. Auch auf diesem Foto ist ein Lächeln. Von einer jungen, rothaarigen Frau, die unsicher aussieht, aber ihr Lächeln ist ehrlich. Ihre Haare leuchten rot und ihre Hände sind sanft, und ihr Wille ist stark. Ihr Herz zerspringt fast vor Liebe zu so vielen, doch sie lässt keinen von ihnen alleine. Eines Tages wird sie von ihnen alleine gelassen werden. Doch die Frau, die auf diesem Bild lächelt, ist davon noch entfernt und weiß davon noch nichts.
Ein anderes Bild wird von einem leichten Windstoß angehoben und segelt auf die Tischkante, verharrt dort einen Augenblick und entscheidet sich dann für das Unten. Als es fällt, sieht man für einen kurzen Moment das Abbild, einige junge Leute mit spitzen Ohren und Schwertern, die zusammen stehen in einer Gruppe. Ein Mann mit schwarzen, kurzen Locken lächelt eine junge Frau mit starken Augenringen an, die so fragil erscheint, als zerbräche sie jeden Augenblick, und jemand anders hat einem großen Mann mit schlecht gelaunter Miene augenscheinlich verärgert, denn der Mann hat den anderen, grinsend und die Hände unschuldig erhoben, am Kragen gepackt. Eine selbstbewusste junge Frau hat ihn am Arm gepackt und versucht, den Griff zu lösen, während sie, wie es aussieht, wütend auf ihn einredet, die andere Hand in die Seite gestemmt. Am Boden hocken zwei sich so ähnliche Personen, ein Mann und eine Frau, die noch gar nicht richtig erwachsen aussehen, jeder einen großen Lutscher im Mund und einige aus den Manteltaschen ragend, und das Mädchen hält ein kleines Buch in der Hand, und der Junge deutet auf etwas darin. Im Hintergrund sind andere. Ihre Mienen sind schlecht gelaunt, gut gelaunt, verlegen, verärgert, verwirrt, müde … niemand hat sich ein Lächeln aufgezwungen. Auf diesem Bild sind sie, wie sie sind. Es ist eine liebe Erinnerung geworden.
Ein Bild fällt hinunter, gefolgt von noch einem. Der Haufen Bilder auf dem Tisch wird durcheinander geworfen, als sie in die Luft gewirbelt werden, zu einem Walzer aufgefordert, dann fallen gelassen und segeln hinab. Dort ist ein Bild, dessen Ecken angekokelt und angerissen sind, und dort ist ein Mann zu sehen mit einem kleinen Jungen, ein anderes Bild segelt hinab, das auseinandergerissen und sorgsam geflickt wurde, das Bild einer Gruppe von Leuten, es sind sieben. Eine von ihnen ist die Frau mit den roten Haaren, eine andere hat braune Haare und sieht schlecht gelaunt aus, da ist ein Mann mit hellen, fast weißen Haaren, ein anderer mit Verbänden gewickelt um die untere Gesichtshälfte, jemand mit einer Sichel in der Hand und einem freundlichen, immer verständnisvollen Lächeln, und jemand mit schmalen Augen in einer Rüstung und einer langen Narbe über einem der Augen. Man spürt die Verbindung zwischen ihnen, und ein anderes Bild fällt, so schnell, dass man kaum einen Blick darauf erhaschen kann, es ist ein kleiner Junge mit Süßkram in den Taschen und einem starren, puppenhaften Gesicht, einem seltsamen breiten Lächeln, mit großen, runden, schwarzen Augen, an der Hand der rothaarigen Frau. Dort, andere Bilder fallen, jetzt so schnell, dass kaum ein Blick auf sie möglich ist – der Wind bläst stärker, will auch die ältesten zu Fall bringen, die Bilder, die im Stapel ganz unten liegen, die an den Rändern gelb und angekokelt und zerrissen und zerknittert sind, doch immer noch gut zu erkennen. Nur eines zerfällt zu Asche. Die Bilder fallen und fallen, und sobald man sie in der Finsternis nicht mehr sehen kann, existieren sie nicht mehr. So fallen sie, immer mehr und mehr und mehr, und der Wind nimmt so viel an Stärke zu. Eines der alten Bilder fällt, und ein Windstoß wirbelt es noch einmal nach oben. Eine junge Frau mit spitzen Ohren ist darauf, und ihr Haar ist ganz normal braun, ihre Haut so blass, dass sie kränklich wirkt, und sie lächelt nur zögern und nur ein bisschen, denn sie hat auch schon zu den Zeiten nicht viel gelächelt, als sie noch kein bloßes Foto auf diesem Tisch war. Aber Licht fällt hinter ihr durch die Bäume und scheint auch durch sie, und sie scheint zu leuchten, und für denjenigen, dem diese Fotos gehörten, tat sie das auch stets.
Ein Schwung an Bildern fällt und viel zu schnell sind sie verschwunden. Nur einige, sehr alte Bilder liegen noch auf dem Tisch, die sich hartnäckig weigern, zu fallen. Der Wind zerrt an ihnen. Ihre Ecken flattern. Auf einem ist eine Familie abgebildet, die wirklich und glücklich lächelt. Auf einem anderen sind brennende Leichen, schwarze, verkohlte Holzbalken und ein Skelett, dem das Fleisch von den Knochen gefault ist. Dort ist ein kleines Mädchen, das tot ist, es liegt zusammengekrümmt in einem Kessel wie ein Embryo, und ihre Haut ist rot und verbrannt. Dort sind Bilder, die vom Feuer gefressen werden, dort ist ein Mann, auf dessen Foto Blut gespritzt ist, der grinst und stark scheint, doch Blut ist auf seinem Bild. Da ist ein anderer Mann, der auf einem Scheiterhaufen steht und lächelt, da ist eine zerschrammte und zerprügelte junge Frau, der der Wahnsinn ins Gesicht geschrieben ist und die kaum noch bemerkt, dass dem toten Kind in ihren Armen das faulende Fleisch von den Knochen fällt.

Der Wind löst auch diese Bilder von der zerkratzten Tischfläche. Symbole sind dort hineingeritzt, doch der Tisch löst sich auf in Staub, sobald auch das letzte Bild verschwand, und der Sturm bläst sie alle hinab, bis nur noch Finsternis und Nichts bleibt.