Letzten Donnerstag hatte ich das letzte Mal Physistunde mit der Physikstudentin, die mir während des letzten halben Jahres geholfen hat, mich aufs Studium vorzubereiten, dass im Oktober in Leipzig losgeht.
Und wir waren beide sehr sentimental. Wir waren uns von Anfang an recht sympathisch, und ich fing an, sie fast schon ein wenig als Freundin zu betrachten, aber misstrauisch war ich dennoch. Deshalb hat mich das sehr gefreut, als wir einfach noch mal ein Resumee gezogen haben ... und sie sagte, dass sie mich gar nicht mehr so endgültig gehen lassen will (wir haben dann auch um anderthalb Stunden überzogen ^^). Dass sie sich jede Woche sehr auf mich gefreut hat, gerade, wenn's in der Uni nicht so toll war, mochte sie meine regelmäßigen Besuche immer sehr gerne.
Und vor allem: Sie sagte, dass es ihr Riesenspaß gemacht hat, mit mir über meine regelmäßig hervorgebrachten "Wusstest du schon, dass (...)" oder "Ich hab neulich gelesen, dass (...)" zu diskutieren. Abstrakte physikalische Dinge, die ich entweder mal irgendwo nebenbei las und interessant fand, oder Sachen, über die ich einfach nachdachte und die ihr bis dahin nie wirklich in den Sinn gekommen waren, ihr aber eine total neue Sichtweise auf die Dinge gaben.
Sie sagte, in ihren Augen wäre ich so unendlich kritisch und neugierig - wollte immer wissen, wie etwas funktioniert, fragte ständig Warum und Wieso, und das hat ihr gefallen. Darüber wiederum war ich zu Tränen gerührt (denn meinen Eltern geht diese Neugierde mittlerweile so dermaßen auf den Keks). Diese Riesenbegeisterung und Neugierde solle ich mir unbedingt bewahren, sagte sie. Es wäre unendlich schade, würde ich sie verlieren.
Und sie freute sich wirklich immer sehr auf die Lernstunden mit mir.
Das hat mich ziemlich glücklich gemacht, wirklich. Dass sich tatsächlich jemand ehrlich auf mein Kommen gefreut hat, und wirklich nur auf mich und nicht irgendeinen Kumpel, wo ich nur die Begleitung war. So, wie es in letzter Zeit auch mit Luigi ist, wie es mit dem Freund aus Leipzig ist, den ich auch ganz alleine auf dem Zeit der Legenden - Festival kennen gelernt hab.
Nun muss man sagen - ich hab mich früher immer so furchtbar schwer getan damit, neue Leute kennen zu lernen: Ich wurde an der alten Schule gemobbt und war deswegen einfach furchtbar introvertiert und schüchtern. Schüchtern bin ich immer noch, ich schau mir die Leute ganz gerne immer ein Weilche erstmal an, versuche, sie einzuschätzen, bevor ich aus mir rauskomme. Aber in letzter Zeit hat sich das irgendwie geändert. Früher hab ich F.s Hilfe gebraucht, um Leute kennen zu lernen - mittlerweile geht das ganz alleine. Ich bin irgendwie viel selbstständiger geworden, und das wiederum lässt mein gesamtes Selbstbewusstsein nach oben schnellen. Der Bekannte aus Leipzig, A., rief mich neulich an - einfach, um mal zu quatschen und zu hören, wie's aussieht. Ich bin beim Telefonieren immer furchtbar nervös, aber darüber hab ich mich gefreut wie ein Krümelkeks ^____^
Das nimmt mir irgendwie auch ein bisschen die Angst davor, bald in eine andere Stadt zu ziehen. Ich krieg langsam irgendwie das Gefühl, dass ich meinen Weg finde und ihn gehen kann, dass ich mein Leben leben kann, wie ich es immer wollte. Als Teenie hab ich immer neidisch die Jungs in der Schule beobachtet mit ihren Festivalbändchen, die erzählt haben, wie sie im MAU wieder einmal waren - da wollte ich immer hin als Teenie, und letztendlich hab ich's auch geschafft - und wollte immer auf Festivals, und auch das hab ich jetzt geschafft, und hab einen tollen Freundeskreis, der nicht nur von einer Person abhängt.
Irgendwie bin ich grade glücklich n___n
Und dann ist da noch ...
Auf dem Barther hat ein Kumpel F.s, den ich nur von Luigis Geburtstagsfeier kenne (wo ich mich so verdammt abgeschossen habe, dass ich seitdem so gut wie keinen Alkohol angefasst habe), wiederum einen Kumpel mitgebracht, den bisher noch keiner von uns kannte.
Ich werd ihn hier einfach mal Hugo nennen, weil ich den Namen irgendwie cool finde und schon immer mal verwenden wollte.
Hugo ist ziemlich nett. Am Samstag haben wir einfach nur am Wegrand des Festivalhauptweges gesessen und uns unterhalten; mehr nicht. Stundenlang gequatscht, über alles mögliche. Und es gibt überraschend viele Gemeinsamkeiten: Als ich Stephen King erwähnte, wusste er sofort Bescheid (da war er in meinem Bekanntenkreis der Erste), die Walter Moers-Bücher liest er mit ebenso großer Begeisterung, unser Musikgeschmack trifft sich auch in dem Sinne, dass wir beide auf guten Melodic Metal, wahlweise gemischt mit Death, Progressive, nur nicht Black und Hauptsache, Melodic, stehen, und er sich sehr fürs LARP interessiert.
Und er ist Kaffeetrinker xD
Irgendwie konnte ich wirklich gut mit ihm reden. Rücksichtsvoll war er außerdem; bestimmt der Erste, der mich je fragte, ob es okay sei, wenn er rauche, während ich noch esse. Ich konnte gut mit ihm herumalbern, und irgendwie ... ist er nett, halt. Ziemlich nett. Verdammt nett. ^_________^
F. meinte heute, wir würden super zusammenpassen (der kommt mir manchmal vor wie ne wandelnde Partnerbörse ... es ist so nervig >___<), und man hätte gesehen, dass wir super miteinander auskämen. F. war sich ziemlich sicher, dass ich auf ihn stehe - aber so richtig?
Ich kenne Hugo jetzt zwei Tage lang. Er ist sehr nett. Das ist alles.
Glaube ich.
Weiß auch nicht ... kann schon sein, dass ich mich ein winziges nanokleines bisschen verliebt hab. Er meinte, er sei im Internet nicht zu finden über google u.a., weil er nicht wolle, dass seine alten Schulkameraden ihn finden, da hätte es wohl ein paar unschöne Szenen mal gegeben, aber er würde mich schon finden.
Ich weiß nicht, ob ich wirklich nicht irgendwie ein bisschen verliebt bin. Ich weiß nur, dass ich alle fünf Minuten mein email-Postfach und mein metalcon-Postfach checke, so ziemlich die beiden einzigen Sachen, über die ich internettechnisch allgemein zu kontaktieren bin. Und wirklich hoffe, dass er mir schreibt, weil er nämlich schon ganz verdammt nett ist.
Und ein kleines bisschen süß. Ein klitzewitzebitzekleines bisschen.
Montag, 22. August 2011
Dienstag, 2. August 2011
Der Tag, an dem es mit einer Söldnerin zu Ende ging
Serafin hatte ihr Leben mit Geld gelebt.
Es hatte mit Geld begonnen und es endete ohne Geld. Jahrelang war sie die geldgeile Söldnerin gewesen, die ihre Freunde kannten, aber sie hatte niemanden von ihnen jemals verraten. Sie hatte sich vor die kleine Orientalin geworfen, als diese angeschossen worden war, und hatte selbst einen Schuss kassiert. Sie hatte den Orientalen verteidigt vor den Wegelagerern, als er am Rücken getroffen worden war, und war selbst aufgeschlitzt worden. Dafür hatte sie niemals Kupfer verlangt. Sie hatte ihr Leben gelebt. Mal war sie hier unterwegs gewesen, mal da, hatte mal hier geschlafen und mal da. Wie der Wind. Vogelfrei und ungebunden hatte sie mit allem gelebt, was sie hatte, um am Ende nichts übrig haben zu müssen.
Und als sie dalag mit Schmerzen, die ihr die Tränen übers Gesicht strömen ließen, die sie nicht wegwischen oder ignorieren konnte, als sie dalag und alles mit einer Macht auf sie einströmte, dass sie ertrank, da war Serafin alleine.
Sie war nicht wehleidig. Sie konnte es sein, oh ja, aber wenn die Wunden ernst wurden – so ernst, dass selbst sie sich ernsthafte Sorgen zu machen begann – dann wurde sie still, wenn es um die Wunden ging, und lächelte nur umso mehr.
Und das war der Grund, weshalb sie jetzt weinte
(um sich selbst weinte, denn sie spürte, wie sie fror und bibberte an dem warmen Sommerabend und wie dumpf die Geräusche um sie herum und wie verschwommen, wie klar, wie verzerrt ihre Sicht, und wie taub ihre Glieder)
denn Serafin spürte, dass es diesmal wirklich mit ihr zu Ende ging. Und sie wollte, dass die anderen bei ihr waren, sie wollte nicht alleine sterben, sie wollte, dass jemand sich an sie erinnerte, dass es jemanden geben würde, der sie begraben würde und ein wenig trauern. Nur ein wenig.
(Und sie waren doch in der Nähe, die beiden, die ihr am wichtigsten, die Priesterin und der Orientale, sie waren doch gleich dort vorne irgendwo, wo die Menschen lachten und tranken und tanzten, irgendwo dort vorne auf dem Fest, dass die beiden hatten besuchen wollen, während Serafin gegangen war mit den Worten, den verhängniswollen Worten)
„Ich geh mir lieber ein paar marodierende Orks suchen.“
Das hatte sie schon vorher getan. Ein paar Orks suchen, die Langeweile haben, und ein wenig kämpfen. Vielleicht ein paar Landstreicher beim Überfall ertappen und ein Kupfer verdienen.
Aber vorher hatte sie das niemals alleine getan.
(„Echt, deine Frechheit bringt dich eines Tages noch um!“, sagten sie und lachten, und ach, wie recht sie doch hatten, doch damals hat auch Serafin nur gelacht und gegrinst)
Und nun lag sie im Schlamm, weinte, hustete Blut und Schleim, helles, schaumiges Blut, und konnte sich nicht einmal mehr genug bewegen, um noch den Arm zu heben.
Serafin starrte nach vorne in die verzerrte Welt hinter den Bäumen, wo sie Pavillonlichter erkannte.
Oh, God.
Please.
Sie wollte nicht alleine sterben.
Es hatte mit Geld begonnen und es endete ohne Geld. Jahrelang war sie die geldgeile Söldnerin gewesen, die ihre Freunde kannten, aber sie hatte niemanden von ihnen jemals verraten. Sie hatte sich vor die kleine Orientalin geworfen, als diese angeschossen worden war, und hatte selbst einen Schuss kassiert. Sie hatte den Orientalen verteidigt vor den Wegelagerern, als er am Rücken getroffen worden war, und war selbst aufgeschlitzt worden. Dafür hatte sie niemals Kupfer verlangt. Sie hatte ihr Leben gelebt. Mal war sie hier unterwegs gewesen, mal da, hatte mal hier geschlafen und mal da. Wie der Wind. Vogelfrei und ungebunden hatte sie mit allem gelebt, was sie hatte, um am Ende nichts übrig haben zu müssen.
Und als sie dalag mit Schmerzen, die ihr die Tränen übers Gesicht strömen ließen, die sie nicht wegwischen oder ignorieren konnte, als sie dalag und alles mit einer Macht auf sie einströmte, dass sie ertrank, da war Serafin alleine.
Sie war nicht wehleidig. Sie konnte es sein, oh ja, aber wenn die Wunden ernst wurden – so ernst, dass selbst sie sich ernsthafte Sorgen zu machen begann – dann wurde sie still, wenn es um die Wunden ging, und lächelte nur umso mehr.
Und das war der Grund, weshalb sie jetzt weinte
(um sich selbst weinte, denn sie spürte, wie sie fror und bibberte an dem warmen Sommerabend und wie dumpf die Geräusche um sie herum und wie verschwommen, wie klar, wie verzerrt ihre Sicht, und wie taub ihre Glieder)
denn Serafin spürte, dass es diesmal wirklich mit ihr zu Ende ging. Und sie wollte, dass die anderen bei ihr waren, sie wollte nicht alleine sterben, sie wollte, dass jemand sich an sie erinnerte, dass es jemanden geben würde, der sie begraben würde und ein wenig trauern. Nur ein wenig.
(Und sie waren doch in der Nähe, die beiden, die ihr am wichtigsten, die Priesterin und der Orientale, sie waren doch gleich dort vorne irgendwo, wo die Menschen lachten und tranken und tanzten, irgendwo dort vorne auf dem Fest, dass die beiden hatten besuchen wollen, während Serafin gegangen war mit den Worten, den verhängniswollen Worten)
„Ich geh mir lieber ein paar marodierende Orks suchen.“
Das hatte sie schon vorher getan. Ein paar Orks suchen, die Langeweile haben, und ein wenig kämpfen. Vielleicht ein paar Landstreicher beim Überfall ertappen und ein Kupfer verdienen.
Aber vorher hatte sie das niemals alleine getan.
(„Echt, deine Frechheit bringt dich eines Tages noch um!“, sagten sie und lachten, und ach, wie recht sie doch hatten, doch damals hat auch Serafin nur gelacht und gegrinst)
Und nun lag sie im Schlamm, weinte, hustete Blut und Schleim, helles, schaumiges Blut, und konnte sich nicht einmal mehr genug bewegen, um noch den Arm zu heben.
Serafin starrte nach vorne in die verzerrte Welt hinter den Bäumen, wo sie Pavillonlichter erkannte.
Oh, God.
Please.
Sie wollte nicht alleine sterben.
Montag, 1. August 2011
Brief an einen Freund
F., der Arsch. Jedes.verdammte.Mal.
"Du kommst ohnehin wieder zurück."
"Das schaffst es sowieso nicht, das hat dir schon jeder hier gesagt."
"Du schaffst es nicht!"
Leck.mich.
Ja, das Thema hatten wir schon. Mehrmals. Ja, du willst nicht, dass ich gehe.
Jetzt krieg ich mitgeteilt - jetzt! Auf dem Rückweg vom Drachenfest! Drei Tage vor Wacken! - dass ich doch nicht im vorgesehenen Auto mitfahren kann. "Ach, du hast du ja gar kein eigenes Zelt, stimmt`s? Ups.". Danke. Ich hab mich drauf verlassen, als es von dir UND von Luigi hieß, dass Luigi mich mitnimmt! Ich hab darauf gezählt, du Arsch, du verdammter, verlogener Mistkerl!
Außerdem - sind Freunde nicht zum Unterstützen da? Zum Aufmuntern? Damit man aufsteht? Du hingegen schmeißt mich jedes Mal wieder auf den Boden, wenn ich mich über etwas freue. Wenn ich versuche, meinen Weg zu finden, versperrst du ihn mir mit den Worten "Das kriegst du eh nicht hin."
Warum ich mir bei Luigis Birthday-Party so dermaßen die Kante gegeben habe?
(Gibts dir eigentlich nicht zu denken, dass ich mich bisher nur in deiner Gegenwart besoffen habe?)
Weil alle um mich herum Händchen hielten und mich bemitleideten.
Weißt du eigentlich, wie erholsam es war, mal nicht von Leuten umzingelt zu sein, die, wenn sie von ihrer Freundin verlassen werden, erstmal panisch überlegen, wie sie sich jetzt aus ihrem grauenvollen Single-Dasein erretten können? Weißt du, wie angenehm es war, mit Leuten in einem Zelt schlafen zu können, die das Single-Dasein genießen? Die Freiheit? Die sich zu absolut gar nichts verpflichtet gefühlt haben? Die keine gemeinen, unter die Gürtellinie abgezielten Kommentare abgeben, egal, wie lustig die doch sind?
Nein. Du weißt es nicht. Weil du ein kindisches, egozentrisches, in Grundschul-Mentalitäten festgefahrenes A.r.s.c.h.l.o.c.h. bist. Du merkst es aber nicht.
Und ich weiß nur noch nicht, wie ich dir das alles ins Gesicht schleudern soll, ohne schon wieder mit dem Heulen anzufangen.
Aber eines sage ich dir. Ich gehe meinen Weg. Ob mit oder ohne dich liegt an dir.
Liebe Grüße,
Eine Freundin.
"Du kommst ohnehin wieder zurück."
"Das schaffst es sowieso nicht, das hat dir schon jeder hier gesagt."
"Du schaffst es nicht!"
Leck.mich.
Ja, das Thema hatten wir schon. Mehrmals. Ja, du willst nicht, dass ich gehe.
Jetzt krieg ich mitgeteilt - jetzt! Auf dem Rückweg vom Drachenfest! Drei Tage vor Wacken! - dass ich doch nicht im vorgesehenen Auto mitfahren kann. "Ach, du hast du ja gar kein eigenes Zelt, stimmt`s? Ups.". Danke. Ich hab mich drauf verlassen, als es von dir UND von Luigi hieß, dass Luigi mich mitnimmt! Ich hab darauf gezählt, du Arsch, du verdammter, verlogener Mistkerl!
Außerdem - sind Freunde nicht zum Unterstützen da? Zum Aufmuntern? Damit man aufsteht? Du hingegen schmeißt mich jedes Mal wieder auf den Boden, wenn ich mich über etwas freue. Wenn ich versuche, meinen Weg zu finden, versperrst du ihn mir mit den Worten "Das kriegst du eh nicht hin."
Warum ich mir bei Luigis Birthday-Party so dermaßen die Kante gegeben habe?
(Gibts dir eigentlich nicht zu denken, dass ich mich bisher nur in deiner Gegenwart besoffen habe?)
Weil alle um mich herum Händchen hielten und mich bemitleideten.
Weißt du eigentlich, wie erholsam es war, mal nicht von Leuten umzingelt zu sein, die, wenn sie von ihrer Freundin verlassen werden, erstmal panisch überlegen, wie sie sich jetzt aus ihrem grauenvollen Single-Dasein erretten können? Weißt du, wie angenehm es war, mit Leuten in einem Zelt schlafen zu können, die das Single-Dasein genießen? Die Freiheit? Die sich zu absolut gar nichts verpflichtet gefühlt haben? Die keine gemeinen, unter die Gürtellinie abgezielten Kommentare abgeben, egal, wie lustig die doch sind?
Nein. Du weißt es nicht. Weil du ein kindisches, egozentrisches, in Grundschul-Mentalitäten festgefahrenes A.r.s.c.h.l.o.c.h. bist. Du merkst es aber nicht.
Und ich weiß nur noch nicht, wie ich dir das alles ins Gesicht schleudern soll, ohne schon wieder mit dem Heulen anzufangen.
Aber eines sage ich dir. Ich gehe meinen Weg. Ob mit oder ohne dich liegt an dir.
Liebe Grüße,
Eine Freundin.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Traverse
Von überall spannen sich die Brücken, kleine, große, jede von allen, nicht eine fort und alle hier. Jede der Welt, die Brücken, sie alle führen zu einem Ort, geschmolzen ein, bilden neu Glockenklang und Halleluja.
Die Brücken sind eins, und es ist eine Brücke. Es ist die Brücke. Ihre Pfeiler ragen in Blau hinein, Out of the Blue and Into the Black,
and the sky is burning
während sie aus allen Brücken der Welt besteht. Einer ihrer zahllosen Pfeiler ist Tausende Pfeiler, und sie steht auf Milliarden von ihnen. Kommt man an, man sieht sie in den Himmel ragen, ohne Ende, und irgendwann hält sie sich an den Wolken fest, schwankt nicht, fällt nicht. Die Welt geht über sie hinüber. Du kommst näher, du riechst die Gerüche, du riechst Vogelkot von den Plattformen des Himmels und das Bratfett der Stände, die Flucks verkaufen, tausende hier am einen Ende, tausende dort, unzählbar. Ihr Geruch dringt in deine Nase und sagt dir, dass du in Traverse bist, und dort sind sie auch schon, die Stände vor der Brücke, die bunten Stoffe, die im Wind wehen, die Bänke, vollbesetzt, und Hochhäuser und kleine Baracken und Sänften über den Köpfen der Passanten schaukelnd wie auf dem Meer, und ein Singsang Klingensang wispert in deinem Ohr – es gibt ihn nur hier, hier, in Traverse, wo alle sind und wo alles ist. Wenn du etwas suchst, geh nach Traverse. Ah, und da siehst du sie auch schon.
Der Boden ist bedeckt mit Pflastersteinen, schwarz und gerade, schwarz und krumm, braun und alt und krümelig oder braungelb und glatt und leuchtend oder aus grauen eckigen Steinen oder in kunstvollen Mosaiken zusammengesetzt – du würdest gerne stehen bleiben und sie betrachten, und du würdest gerne auf ihnen entlang gehen und ihren Linien folgen, denn du willst wissen, wohin sie führen, doch es geht nicht, denn du wirst weitergeschoben, sie drängeln und schubsen und du spürst die Ellenbogen im Rücken und die Schultern, die an deine stoßen.
Dort! Seifenblasen! Vielleicht bist du hier unter Wasser und das dort sind die Luftblasen der unterirdischen Stadt, und oben durchstoßen die Pfeiler die Wasseroberfläche in einer ganz anderen Welt, und gleich fällt ein Angelhaken vom Himmel und fängt dich und lässt dich über die anderen fliegen, einen Moment lang, und du schwebst empor und schwebst und schwebst und die Pfeiler der Erde bleiben bei dir.
Und ehe du es bemerkst, werden die Häuser weiter, mehr Nebenstraßen, dunkle und helle, kleine und große, und du stehst auf der Brücke und bist in Traverse. Und du siehst jemanden in einer dunklen Gasse kauern, der zerlumpt und abgerissen ist, seine Kleidung stinkt wahrscheinlich, die Knie angezogen und zusammengekauert und sich so vor der Außenwelt versteckend. Wie ein Kind mit Angst im Dunklen, das die Augen schließt, denn wenn man Angst hat und glaubt, dass da Dinge lauern im Dunklen, dann schließt man einfach die Augen, denn dann sind sie nicht mehr da.
Deshalb siehst du beiseite und gehst weiter, und was dich erst verunsichert hat, verblasst nun ebenso wie die Erinnerung, und du wunderst dich über dich selbst, weshalb ein herkömmlicher Bettler dich so verunsichert hat. Also bleibst du stehen – schlechte Idee mitten im Strom, geh lieber etwas an den Rand – und heb den Kopf, und sieh mal nach oben. Hättest du erwartet, den Himmel zu sehen? Den allerdings gibt es nicht mehr, sobald du erst einmal in Traverse bist. Denn Traverse ist alle Brücken der Welt. Es gibt keinen Himmel in einer Stadt, die Brücken ist, deshalb kannst du ihn auch nicht sehen, denn Traverse ist aus Brücken, und somit siehst du nur Brücken.
ES GIBT KEINEN HIMMEL IN TRAVERSE
Die Brücken sind eins, und es ist eine Brücke. Es ist die Brücke. Ihre Pfeiler ragen in Blau hinein, Out of the Blue and Into the Black,
and the sky is burning
während sie aus allen Brücken der Welt besteht. Einer ihrer zahllosen Pfeiler ist Tausende Pfeiler, und sie steht auf Milliarden von ihnen. Kommt man an, man sieht sie in den Himmel ragen, ohne Ende, und irgendwann hält sie sich an den Wolken fest, schwankt nicht, fällt nicht. Die Welt geht über sie hinüber. Du kommst näher, du riechst die Gerüche, du riechst Vogelkot von den Plattformen des Himmels und das Bratfett der Stände, die Flucks verkaufen, tausende hier am einen Ende, tausende dort, unzählbar. Ihr Geruch dringt in deine Nase und sagt dir, dass du in Traverse bist, und dort sind sie auch schon, die Stände vor der Brücke, die bunten Stoffe, die im Wind wehen, die Bänke, vollbesetzt, und Hochhäuser und kleine Baracken und Sänften über den Köpfen der Passanten schaukelnd wie auf dem Meer, und ein Singsang Klingensang wispert in deinem Ohr – es gibt ihn nur hier, hier, in Traverse, wo alle sind und wo alles ist. Wenn du etwas suchst, geh nach Traverse. Ah, und da siehst du sie auch schon.
Der Boden ist bedeckt mit Pflastersteinen, schwarz und gerade, schwarz und krumm, braun und alt und krümelig oder braungelb und glatt und leuchtend oder aus grauen eckigen Steinen oder in kunstvollen Mosaiken zusammengesetzt – du würdest gerne stehen bleiben und sie betrachten, und du würdest gerne auf ihnen entlang gehen und ihren Linien folgen, denn du willst wissen, wohin sie führen, doch es geht nicht, denn du wirst weitergeschoben, sie drängeln und schubsen und du spürst die Ellenbogen im Rücken und die Schultern, die an deine stoßen.
Dort! Seifenblasen! Vielleicht bist du hier unter Wasser und das dort sind die Luftblasen der unterirdischen Stadt, und oben durchstoßen die Pfeiler die Wasseroberfläche in einer ganz anderen Welt, und gleich fällt ein Angelhaken vom Himmel und fängt dich und lässt dich über die anderen fliegen, einen Moment lang, und du schwebst empor und schwebst und schwebst und die Pfeiler der Erde bleiben bei dir.
Und ehe du es bemerkst, werden die Häuser weiter, mehr Nebenstraßen, dunkle und helle, kleine und große, und du stehst auf der Brücke und bist in Traverse. Und du siehst jemanden in einer dunklen Gasse kauern, der zerlumpt und abgerissen ist, seine Kleidung stinkt wahrscheinlich, die Knie angezogen und zusammengekauert und sich so vor der Außenwelt versteckend. Wie ein Kind mit Angst im Dunklen, das die Augen schließt, denn wenn man Angst hat und glaubt, dass da Dinge lauern im Dunklen, dann schließt man einfach die Augen, denn dann sind sie nicht mehr da.
Deshalb siehst du beiseite und gehst weiter, und was dich erst verunsichert hat, verblasst nun ebenso wie die Erinnerung, und du wunderst dich über dich selbst, weshalb ein herkömmlicher Bettler dich so verunsichert hat. Also bleibst du stehen – schlechte Idee mitten im Strom, geh lieber etwas an den Rand – und heb den Kopf, und sieh mal nach oben. Hättest du erwartet, den Himmel zu sehen? Den allerdings gibt es nicht mehr, sobald du erst einmal in Traverse bist. Denn Traverse ist alle Brücken der Welt. Es gibt keinen Himmel in einer Stadt, die Brücken ist, deshalb kannst du ihn auch nicht sehen, denn Traverse ist aus Brücken, und somit siehst du nur Brücken.
ES GIBT KEINEN HIMMEL IN TRAVERSE
Montag, 18. Juli 2011
Familie
Leben im Haus.
Was es nicht ist:
Stille, wenn die Mutter auf einem der Sofas und der Vater im Wohnzimmer Mittagsschlaf machen, sodass man an einem Wochenendnachmittag nur auf leisen Sohlen durchs Haus schleicht.
Ein stilles Essen, weil niemand sich etwas zu sagen hat, die Großeltern ihre Meinungsverschiedenheiten austauschen und nur die Mutter über ihre richtige Zubereitung der Sauce Hollondaise schwärmt.
Stille, wenn die Eltern kurz nach dem Frühstück (das um neun beginnt und zwei Stunden dauert - wie kann man so viel Zeit verschwenden? So spät am Tag?) zum Golfplatz fahren, die Mutter in dem neuen Golfoutfit, dass sie sich neulich mitgenommen hat, weil sie so etwas nach eigener Aussage noch nicht hatte (jedenfalls nichts Ordentliches, und man braucht ja auch Ersatz - nach eigener Aussage) und erst spät abends wiedergekommen, um sich augenblicklich umzuziehen und zum Tanzkurs zu fahren.
Wenn die Mutter wieder darauf besteht, am großen Tisch im Esszimmer zu essen, mit vorgewärmten Tellern, die nicht aufeinander gestellt werden dürfen, um nicht zu zerkratzen, mit Wurst und Käse angeordnet in dazu passenden Schalen. Und natürlich ist es ein Fauxpas erster Güte, die Rotweingläser auf den Tisch zu stellen, wenn es zum Mittagessen doch Fisch geben soll, und zum Fisch trinkt man Weißwein, und für Weißwein gibt es andere Gläser.
Leben im Haus ist anders. Leben im Haus entsteht oft durch Besucher, die nicht wissen, was sie in den Augen der Mutter falsch machen, aber Besucher dürfen das. Darum wird alles zwanglos und heiter, und es ist wie in einer großen Familie. Es gibt keine Grenzen zwischen "die" und "wir". Auf einmal hat man zwei Geschwister mehr, einer davon ein aufgedrehter kleiner Junge, der nachmittags seine Geige durchs Haus schallen lässt, dazu ihre Eltern, die auf einmal wie Onkel und Tante werden. Man kann morgens einen Kaffee trinken, während sich jeder sein Frühstück selbst macht und sich einfach dazusetzt, ohne dass eine große Tafel bereitet werden muss. Niemand meckert, wenn die Weingläser mal vertauscht werden oder das falsche Besteck aufgedeckt oder die Soße aus dem Regal aufgebraucht, die dort schon seit Jahren vor sich hin modert.
Leben im Haus lässt sich leicht identifizieren. Mach die Zimmertür auf, und horche. Wenn Unterhaltungen durchs Haus schallen ... Gelächter ... wenn jemand poltern die Treppe nach oben rennt ... wenn die Autorennbahn auf dem Dachboden seit Stunden surrt ... wenn die Toilette bei vier von fünf Versuchen besetzt ist ...
Dann hast du Leben im Haus.
Sei froh drum.
Was es nicht ist:
Stille, wenn die Mutter auf einem der Sofas und der Vater im Wohnzimmer Mittagsschlaf machen, sodass man an einem Wochenendnachmittag nur auf leisen Sohlen durchs Haus schleicht.
Ein stilles Essen, weil niemand sich etwas zu sagen hat, die Großeltern ihre Meinungsverschiedenheiten austauschen und nur die Mutter über ihre richtige Zubereitung der Sauce Hollondaise schwärmt.
Stille, wenn die Eltern kurz nach dem Frühstück (das um neun beginnt und zwei Stunden dauert - wie kann man so viel Zeit verschwenden? So spät am Tag?) zum Golfplatz fahren, die Mutter in dem neuen Golfoutfit, dass sie sich neulich mitgenommen hat, weil sie so etwas nach eigener Aussage noch nicht hatte (jedenfalls nichts Ordentliches, und man braucht ja auch Ersatz - nach eigener Aussage) und erst spät abends wiedergekommen, um sich augenblicklich umzuziehen und zum Tanzkurs zu fahren.
Wenn die Mutter wieder darauf besteht, am großen Tisch im Esszimmer zu essen, mit vorgewärmten Tellern, die nicht aufeinander gestellt werden dürfen, um nicht zu zerkratzen, mit Wurst und Käse angeordnet in dazu passenden Schalen. Und natürlich ist es ein Fauxpas erster Güte, die Rotweingläser auf den Tisch zu stellen, wenn es zum Mittagessen doch Fisch geben soll, und zum Fisch trinkt man Weißwein, und für Weißwein gibt es andere Gläser.
Leben im Haus ist anders. Leben im Haus entsteht oft durch Besucher, die nicht wissen, was sie in den Augen der Mutter falsch machen, aber Besucher dürfen das. Darum wird alles zwanglos und heiter, und es ist wie in einer großen Familie. Es gibt keine Grenzen zwischen "die" und "wir". Auf einmal hat man zwei Geschwister mehr, einer davon ein aufgedrehter kleiner Junge, der nachmittags seine Geige durchs Haus schallen lässt, dazu ihre Eltern, die auf einmal wie Onkel und Tante werden. Man kann morgens einen Kaffee trinken, während sich jeder sein Frühstück selbst macht und sich einfach dazusetzt, ohne dass eine große Tafel bereitet werden muss. Niemand meckert, wenn die Weingläser mal vertauscht werden oder das falsche Besteck aufgedeckt oder die Soße aus dem Regal aufgebraucht, die dort schon seit Jahren vor sich hin modert.
Leben im Haus lässt sich leicht identifizieren. Mach die Zimmertür auf, und horche. Wenn Unterhaltungen durchs Haus schallen ... Gelächter ... wenn jemand poltern die Treppe nach oben rennt ... wenn die Autorennbahn auf dem Dachboden seit Stunden surrt ... wenn die Toilette bei vier von fünf Versuchen besetzt ist ...
Dann hast du Leben im Haus.
Sei froh drum.
Freitag, 17. Juni 2011
"I did it for you!", Cas shouts.
„I did it for you!“, Cas shouts.
“When crap like this comes around, we deal with it, like we always have – together!”, Dean says.
“I saw you, when you lived your peaceful life. I wanted to ask you for help, and I didn’t do it, because I wanted to protect you. So much you gave, and I just couldn’t ask you to give more!”, is what Cas doesn’t say.
Would you kill to save a life?
“Trust me.”, Cas says. “I’m gonna explain it to you, but you have to listen to me!”
They don’t listen. They see him making a pact with a devil, but it’s for them, and that’s what they don’t know.
They just don’t listen and let him behind in the ring of fire.
Crash, Crash ,burn, let it all burn
Family. Friends. Trust. Helping each other, and protecting each other, no matter what happens.
They don’t help him. They don’t even try to understand.
They aren’t family anymore. Aren’t friends.
Would you kill to prove you’re right
Cas is alone.
______________________
Nach Supernatural, Episode 20 der sechsten Staffel und auch nach Episode 22, bin ich jetzt sowas von auf dem "Armer Castiel"-Tripp T_T. Ich meine - er ist eigentlich so naiv, er wollte ja immer nur das Beste ... und jetzt ist es genau das Gegenteil geworden, und seine Freunde hören ihm nicht mal zu. Und ich musste einfach irgendwas drüber schreiben. Für fanfiktion ist es zu kurz und außerdem auf dilettantischem Englisch, also kommt es hierhin. Gedankengrütze halt.
Zusammen mit "30 Seconds to Mars - Hurricane"-Lyrics, die da so ab und an reingestreut sind. Hätte auch Iron Maidens "The man who would be king" nehmen können, das passt irgendwie auch verdammt gut.
“When crap like this comes around, we deal with it, like we always have – together!”, Dean says.
“I saw you, when you lived your peaceful life. I wanted to ask you for help, and I didn’t do it, because I wanted to protect you. So much you gave, and I just couldn’t ask you to give more!”, is what Cas doesn’t say.
Would you kill to save a life?
“Trust me.”, Cas says. “I’m gonna explain it to you, but you have to listen to me!”
They don’t listen. They see him making a pact with a devil, but it’s for them, and that’s what they don’t know.
They just don’t listen and let him behind in the ring of fire.
Crash, Crash ,burn, let it all burn
Family. Friends. Trust. Helping each other, and protecting each other, no matter what happens.
They don’t help him. They don’t even try to understand.
They aren’t family anymore. Aren’t friends.
Would you kill to prove you’re right
Cas is alone.
______________________
Nach Supernatural, Episode 20 der sechsten Staffel und auch nach Episode 22, bin ich jetzt sowas von auf dem "Armer Castiel"-Tripp T_T. Ich meine - er ist eigentlich so naiv, er wollte ja immer nur das Beste ... und jetzt ist es genau das Gegenteil geworden, und seine Freunde hören ihm nicht mal zu. Und ich musste einfach irgendwas drüber schreiben. Für fanfiktion ist es zu kurz und außerdem auf dilettantischem Englisch, also kommt es hierhin. Gedankengrütze halt.
Zusammen mit "30 Seconds to Mars - Hurricane"-Lyrics, die da so ab und an reingestreut sind. Hätte auch Iron Maidens "The man who would be king" nehmen können, das passt irgendwie auch verdammt gut.
Dienstag, 31. Mai 2011
Zeit der Legenden - Tag 1: Anreise
Von Freiberg aus sind wir gestartet, in einem gemeinsam gemieteten Wagen - Freundin Eo und ich, und unser bis dato unbekannter Fahrer, einer der Kupfernen. Mit rosa Schild. Höhö.
Erstes LARP von Eo und mir, insofern recht ahnungslos und etwas verpeilt. Ebenso erstes Zeit der Legenden unseres Fahrers, weswegen wir denn auch ein paar Mal hin- und herkurven, bis wir endlich in die richtige Richtung fahren. Dass er sein Navi bis dato nie benutzt hat und sich zwischendrin die Gummischienen des Dachgepäckträgers lösen, trägt ungemein zur Laune bei: "Links! LINKSLINKSLINKS, das andere ist die Abfahrt! LINKS!"
Oder: "Das Navi sagt, geradeaus."
"Es geht aber nicht geradeaus!"
"Links! Oder, warte ... der Pfeil zeigt in die andere Richtung!"
Oder, nachdem wir das Navi ausgeschaltet hatten und es uns beim Einschalten erst ganz woanders ordnete: "Was sagt das Navi?"
"Rechts!"
"Rechts? Es geht nur geradeaus!"
"Da vorne im Kreisverkehr die dritte Ausfahrt!"
"Wir sind auf der Autobahn!"
Außerdem die Anreisetipps auf der Orgaseite - mitzubringen u.a.:
Schlafsachen und Wechselkleidung (muss das einem wirklich extra gesagt werden, dass man Wechselkleidung einpackt, wenn man fast eine Woche wegfährt ...?)
Zelt und Lagerequipment (Im Ernst: Bitte wer geht davon aus, dass man Zelt, Campingliege, Geschirr, Töpfe etc. dort geschenkt kriegt ...?)
Ticket (Ach, echt?)
Einen Tag vorher übrigens u.a. noch gelesen, dass es bei Anreise auf den Parkplatz eine heimtückische Bodenwelle gibt. Wir uns gedacht: "Alles klar, haben wir uns gemerkt, die werden wir nicht mitnehmen."
Jeder weiß jetzt, worauf es hinausläuft. Wir nähern uns nach langem Gekurve dem Parkplatz, sehen die Orgas rumstehen, freuen uns wie blöd, geben nochmal extra Gas, wundern uns noch, warum die alle so hektisch winken ...
KRAWUMMS
... und gucken uns an. "Oh. Das war die Bodenwelle."
Igluzelt wird in direkter Nachbarschaft zu zwei Saharazelten aufgebaut, auf der anderen Seite campiert ein Magier (der so was von laut schnarcht.) Nebenbei wird sich mit den Besitzern ebenjener Saharazelte unterhalten, bei denen es wirklich an nichts fehlt. Während ich meine sich nicht selbstaufblasende Isomatte aufblase, sitzt man dort nämlich gemütlich im Stuhl, guckt zu und freut sich über die eigene Campingliege.
Nach Aufbau wird sich umgezogen, schon ist es fast Abend, und Eo und ich verschwinden, um uns das Gelände anzusehen. Schlachtfeld für Sturmstadt liegt nur zehn Schritte weiter hoch, praktischerweise. Bereits heute läuft meine schon bald als Lieglingsrüstung betitelte Lieblingsrüstung vorbei, die irgendwo in der Nähe lagert. Geile Kombi aus Tunika, spitzer Kapuze und Lederrüstung. Aber nur, solange er die spitze Kapuze aufbehält.
Eröffnung im Ritualkreis, dann Time In. Während des Time Ins (im Dunkeln, im Wald ... wooohoooo.) "freunden" Eo und ich uns mit Ork Jecard an. "Anfreunden" hier im Sinne von "Hallo, mein FREUND!" - "Knurr.". Harte Schale, weicher Kern. Bestimmt.
Time In, kleine Schlacht, dann ist es vorbei, und Nachbars fragen an, ob man mitkommt in die Taverne. "Coopers Inn" sieht schon mehr nach verruchter, privater Taverne aus als grell erleuchtetes Säuferzelt "Bold" nebenan, und ist von Preisen und Qualität somit unsere Nummer 1-Taverne. Morgens um zwei wird geschlossen und wir gehen schlafen.
Die Nacht war übrigens trotz wirklich gutem Schlafsack saukalt. Hätte ich es nicht geschafft, einzuschlafen, als ich noch nicht gezittert habe, dann wäre es eine nicht nur arschkalte, sondern auch schlaflose Nacht geworden.
Erstes LARP von Eo und mir, insofern recht ahnungslos und etwas verpeilt. Ebenso erstes Zeit der Legenden unseres Fahrers, weswegen wir denn auch ein paar Mal hin- und herkurven, bis wir endlich in die richtige Richtung fahren. Dass er sein Navi bis dato nie benutzt hat und sich zwischendrin die Gummischienen des Dachgepäckträgers lösen, trägt ungemein zur Laune bei: "Links! LINKSLINKSLINKS, das andere ist die Abfahrt! LINKS!"
Oder: "Das Navi sagt, geradeaus."
"Es geht aber nicht geradeaus!"
"Links! Oder, warte ... der Pfeil zeigt in die andere Richtung!"
Oder, nachdem wir das Navi ausgeschaltet hatten und es uns beim Einschalten erst ganz woanders ordnete: "Was sagt das Navi?"
"Rechts!"
"Rechts? Es geht nur geradeaus!"
"Da vorne im Kreisverkehr die dritte Ausfahrt!"
"Wir sind auf der Autobahn!"
Außerdem die Anreisetipps auf der Orgaseite - mitzubringen u.a.:
Schlafsachen und Wechselkleidung (muss das einem wirklich extra gesagt werden, dass man Wechselkleidung einpackt, wenn man fast eine Woche wegfährt ...?)
Zelt und Lagerequipment (Im Ernst: Bitte wer geht davon aus, dass man Zelt, Campingliege, Geschirr, Töpfe etc. dort geschenkt kriegt ...?)
Ticket (Ach, echt?)
Einen Tag vorher übrigens u.a. noch gelesen, dass es bei Anreise auf den Parkplatz eine heimtückische Bodenwelle gibt. Wir uns gedacht: "Alles klar, haben wir uns gemerkt, die werden wir nicht mitnehmen."
Jeder weiß jetzt, worauf es hinausläuft. Wir nähern uns nach langem Gekurve dem Parkplatz, sehen die Orgas rumstehen, freuen uns wie blöd, geben nochmal extra Gas, wundern uns noch, warum die alle so hektisch winken ...
KRAWUMMS
... und gucken uns an. "Oh. Das war die Bodenwelle."
Igluzelt wird in direkter Nachbarschaft zu zwei Saharazelten aufgebaut, auf der anderen Seite campiert ein Magier (der so was von laut schnarcht.) Nebenbei wird sich mit den Besitzern ebenjener Saharazelte unterhalten, bei denen es wirklich an nichts fehlt. Während ich meine sich nicht selbstaufblasende Isomatte aufblase, sitzt man dort nämlich gemütlich im Stuhl, guckt zu und freut sich über die eigene Campingliege.
Nach Aufbau wird sich umgezogen, schon ist es fast Abend, und Eo und ich verschwinden, um uns das Gelände anzusehen. Schlachtfeld für Sturmstadt liegt nur zehn Schritte weiter hoch, praktischerweise. Bereits heute läuft meine schon bald als Lieglingsrüstung betitelte Lieblingsrüstung vorbei, die irgendwo in der Nähe lagert. Geile Kombi aus Tunika, spitzer Kapuze und Lederrüstung. Aber nur, solange er die spitze Kapuze aufbehält.
Eröffnung im Ritualkreis, dann Time In. Während des Time Ins (im Dunkeln, im Wald ... wooohoooo.) "freunden" Eo und ich uns mit Ork Jecard an. "Anfreunden" hier im Sinne von "Hallo, mein FREUND!" - "Knurr.". Harte Schale, weicher Kern. Bestimmt.
Time In, kleine Schlacht, dann ist es vorbei, und Nachbars fragen an, ob man mitkommt in die Taverne. "Coopers Inn" sieht schon mehr nach verruchter, privater Taverne aus als grell erleuchtetes Säuferzelt "Bold" nebenan, und ist von Preisen und Qualität somit unsere Nummer 1-Taverne. Morgens um zwei wird geschlossen und wir gehen schlafen.
Die Nacht war übrigens trotz wirklich gutem Schlafsack saukalt. Hätte ich es nicht geschafft, einzuschlafen, als ich noch nicht gezittert habe, dann wäre es eine nicht nur arschkalte, sondern auch schlaflose Nacht geworden.
Abonnieren
Posts (Atom)